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Eventuell hast Du Dich schon einmal gefragt, wo eigentlich der Unterschied zwischen DSL und LTE liegt und weshalb von den verschiedenen Providern wie beispielsweise der Telekom oder Vodafone unterschiedliche Internetanschlüsse angeboten werden. Wenn Du in einer eher ländlichen Region lebst oder dort schon einmal Urlaub gemacht hast, wirst Du es vielleicht bemerkt haben: Es gibt nach wie vor sogenannte weiße Flecken in der DSL-Versorgung in Deutschland. Das heißt, noch immer sind nicht alle Verbraucher mit einem Breitbandinternetzugang via DSL versorgt. Auch wenn weiterhin stark in das DSL-Netz investiert wird, stellt ein Internetzugang via LTE für Menschen in diesen Regionen eine echte Alternative dar.

 

LTE steht für Long-Term-Evolution und ist als UMTS-Nachfolger ein neuer Mobilfunkstandard der vierten Generation, auch 4G genannt. Die Datenübertragung erfolgt also via Funk. Das bedeutet gleichzeitig, dass für LTE keine Kabel benötigt werden. Technologisch gesehen sind mit LTE vergleichbare Übertragungsraten wie mit DSL möglich. Somit eignet sich der neue Mobilfunkstandard sowohl für das mobile Internet als auch für Angebote des mobilen Entertainments wie zum Beispiel Videokonferenzen oder mobiles Fernsehen.

 

Die Übertragungsgeschwindigkeit beim Download liegt bei einem DSL-Anschluss in etwa bei 16 Mbit/s bis 32 Mbit/s. Mit LTE können Downloadgeschwindigkeiten von 3,6 Mbit/s bis 50 Mbit/s erreicht werden. Unternehmen wie Telekom und Vodafone investieren derzeit massiv in den Ausbau des LTE-Netzes, um einerseits die Lücken in der DSL-Versorgung zu schließen und andererseits neue, schnelle Alternativen für das mobile Internet in Großstädten und Ballungsgebieten zu schaffen.

 

Im Unterschied zu DSL sind die Übertragungsraten bei LTE aber von einigen Faktoren abhängig. So kann sich die Übertragungsgeschwindigkeit beispielsweise bei Gewitter ebenso verschlechtern, wie wenn Du zu weit mit Deinem Endgerät von der nächsten LTE-Basisstation entfernt bist. Außerdem ist die Übertragungsgeschwindigkeit abhängig davon, wie viele User sich gleichzeitig in einer LTE-Funkzelle befinden. Das heißt, je mehr Nutzer eine Zelle nutzen, desto geringer fällt die Übertragungsgeschwindigkeit aus.