...

Der Full-Service-Dienstleister toplink GmbH hat mehr Glasfaser in Deutschland gefordert und ruft die Politik dazu auf, endlich zu handeln. Im Herbst wird die neue Bundesregierung gewählt und diese muss den Glasfaserausbau enorm forcieren, um einen Fall Deutschlands in die Bedeutungslosigkeit bezüglich Glasfaser zu verhindern.

Nach Angaben der toplink GmbH verfügen nur 1 Prozent der Bevölkerung über einen Glasfaseranschluss und damit würde sich Deutschland im weltweiten Vergleich auf einen der hintersten Plätze bei der Glasfaserversorgung. Das Ziel sollte Fibre-to-the-Home (FTTH) statt FTTC oder FTTB sein. Bei FTTH wird der Glasfaseranschluss direkt bis ins Haus verlegt, während bei FTTC die Glasfaser bis zum Verteilerkasten und bei FTTB bis zum Gebäude verlegt wird.

Der Aufbau von FTTH wird toplink-Chef Jens Weller zwar Millionen kosten, doch Milliardenkosten verursachen, wenn Deutschland im internationalen Digitalisierungswettbewerb abgehängt werden sollte und verweist dabei auf Vergleichszahlen des Statistikportals Statista. Laut den Zahlen liegen fast alle Industrieländer bzw. Nachbarstaaten beim Glasfaserausbau vor Deutschland. Wie Weller erklärt, werde eine Glasfaserinfrastruktur dringend benötigt, damit eine höhere Bandbreite und mehr Datenvolumen für das Internet der Dinge und Voice over IP zur Verfügung steht. Weller zufolge seien die Erdarbeiten bei der Glasfaserkabel-Verlegung der größte Kostenfaktor und nicht die Glasfasertechnik.

Neue Verfahren wie Microtrenching können diese Kosten jedoch reduzieren. Die Digitalisierung der Wirtschaft und Gesellschaft sei ohne eine ausreichende Infrastruktur von vorherein zum Scheitern verurteilt, gibt Jens Weller zu bedenken mit einem Verweis auf das Thema „Digitale Bildung“, welches der Schwerpunkt auf dem Nationalen IT-Gipfel im November 2016 war.