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Die Deutsche Telekom hat bei der Bundesnetzagentur den „bescheidenen“ Antrag eingereicht, mit der Bitte um die Genehmigung, dass die TAL-Entgelte mal eben um fast 25 Prozent erhöht werden können. Bereits zur Jahresmitte möchte der Konzern statt der bisherigen 10,08 Euro monatlich nun 12,38 Euro kassieren.

 

Ich bin gespannt, ob die Bundesnetzagentur diesen Antrag genehmigen wird, denn immerhin hat sie in den letzten Jahren die Entgelte für TAL (= Teilnehmeranschlussleitung) kontinuierlich reduziert. Ob diese staatliche Institution also auf die Argumente der Telekom wunschgemäß reagieren wird, bleibt abzuwarten. Die Telekom untermauert ihre Forderung damit, dass sie eine ökonomische Sicherheit benötigt, um den Ausbau des Breitbandnetzes weiter betreiben zu können. Laut eigenen Aussagen möchte sie die „Infrastruktur nicht weiter entwertet“ sehen. Als logische Konsequenz sollen die Mitbewerber für die gleiche Leistung nun erheblich mehr zahlen. Und dabei rede ich hier noch nicht mal von der zum Teil miserablen Bereitstellungsqualität der Deutschen Telekom!

 

Im Anschluss an die „guten alten Zeiten“ soll kräftig abkassiert werden

 

Mein Eindruck ist eigentlich eher, dass der Ex-Monopolist Telekom sehr gerne vergisst, dass er nicht mehr der König der Telekommunikationstechnik von Deutschland ist. Eine Erhöhung der TAL-Entgelte würde nicht nur den freien Wettbewerb zwischen allen Telekommunikationsanbietern erschweren. Auch auf uns Endverbraucher kommen damit höhere Kosten zu. Denn die letzte Meile ist ein Baustein für alle Vorleistungsprodukte, die die Telekom für ihre Mitbewerber erledigt. Sollte die Bundesnetzagentur diesem Antrag tatsächlich zustimmen, dann sind wir, die Endkonsumenten mal wieder die Gruppe, die tiefer in die Tasche greifen muss.