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Das Land Hessen hat ein Breitband-Förderprogramm im Umfang von rund 20 Millionen Euro gestartet, dessen Mittel aus einem europäischen Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) stammen. Gefördert werden sollen die fünf Landkreise Waldeck-Frankenberg, Kassel, Werra-Meißner, Schwalm-Eder und Hersfeld-Rotenburg in Nordhessen unter Leitung der Breitband Nordhessen GmbH.

In den kommenden Monaten sollen dafür rund 570 Ortsteile mit etwa 2.200 Kilometern Glasfaserkabeln versorgt werden, gab der Landkreis Kassel bekannt. Die Finanzierung erfolgt durch die landeseigene Wirtschafts-, und Infrastrukturbank (WIBank) mit einem Kredit, der eine dreistellige Höhe umfasst und vom Land mittels Bürgschaft abgesichert wurde.

Der Breitbandausbau ist in der heutigen Zeit von elementarer Bedeutung, weil heute kein Privathaushalt oder Firma auf einen Breitbandzugang verzichten kann. Die Digitalisierung der Welt schreitet voran und als Grundlage dafür dient das Breitband-Internet. Heutige Internetzugänge müssen mindestens eine Bandbreite von 100 Megabit pro Sekunde haben, damit deren Nutzer moderne Onlineangebote wie Streaming, Onlinespiele, Augmented Reality, Virtual Reality, 3D-Druck oder E-Commerce optimal nutzen können.

Die Bundesregierung und die Europäische Union unterstützen den Breitbandausbau mit Förderprogrammen in Milliardenhöhe. Die Fördergelder können von Städten, Dörfern, Gemeinden und Kommunen beantragt werden. Im Jahr 2018 sollen nach Plänen der Bundesregierung alle Haushalte mit mindestens 50 Megabit Bandbreite versorgt sein, doch dieses Ziel konnte bislang noch nicht erreicht werden.