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Nach einer Studie der belgischen Beratungs- und Softwarefirma COMSOF, die im Auftrag der Branchenorganisation FTTH Council durchgeführt würde, könnten sich die Kosten für eine FTTH-Komplettversorgung aller 28 EU-Länder den Berechnungen zufolge auf 156 Milliarden Euro belaufen. In den Kosten sind 100 Prozent versorgte und 50 Prozent angeschlossene Haushalte berücksichtigt worden.

Die Studie basiert auf dem Greenfield-Modell, bei dem keine belastende Rahmenbedingungen und Voraussetzungen vorliegen. Wie die Studienautoren schreiben, könnte mit der Wiederverwendung existenter Infrastrukturen und einer effizienten Realisierung der Kostensenkungsrichtlinie, eine deutliche Kosteneinsparung die Folge sein.

Die Länder Spanien, Schweden und Portugal erreichen bereits heute eine FTTH-Abdeckungsquote von 80 Prozent. Die Europäische Investitionsbank und Analysis Mason rechnen bei einem FTTH-Komplettnetz mit Kosten von 220 bis 250 Milliarden Euro. In Deutschland spielen Glasfasernetze eine eher untergeordnete Rolle und einer der Gründe dafür sind die hohen Investitionskosten, wobei vor allem die erforderlichen Tiefbauarbeiten der größte Kostenfaktor sind. Die hohen Tiefbaukosten lassen sich mit neuen Verfahren wie Microtrenching jedoch reduzieren und die Bauzeit sich verkürzen.

Die Bandbreite von Glasfaseranschlüssen liegt im Gigabit-Bereich und davon profitieren vor allem neue Angebote wie das Internet der Dinge, Streaming, 3D-Druck, Onlinespiele, Augmented Reality oder Augmented Reality. Eines der führenden Unternehmen beim Glasfaserausbau ohne Einsatz von Vectoring ist die Deutsche Glasfaser, die es sich zum Ziel gesetzt hat vor allem ländliche Regionen mit Glasfaser-Internet zu versorgen.