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Ich schätze die Vorzüge meines superschnellen DSL-Anschlusses sehr. Doch ich mag es gar nicht, wenn ein Anbieter mir Vorschriften machen möchte. Aus diesem Grund habe ich gespannt die Entwicklungen und News zum Thema „Router-Zwang“ verfolgt. Und nunmusste ich tatsächlich lesen, dass die Bundesnetzagentur diese Praktik als offiziell zulässig erklärt hat.

 

Die Macht ist mit den Netzbetreibern

 

Am 11. Januar 2013 teilte die Bundesnetzagentur mit, dass es aus ihrer Sicht keine juristische Handhabe gegen die gängige Praxis der Netzbetreiber gibt, den Zugang zum Netz mit dem Zwang zu einem bestimmten Router zu kombinieren. Der Anbieter darf also darüber bestimmen, welches Gerät zum Einsatz kommt. Ich sehe darin eine klare Beschneidung meiner Rechte als Kunde und Verbraucher. Warum darf ein DSL-Vertrag mit einem bestimmten Gerät gekoppelt werden? Ich kann darin keinen tieferen Sinn erkennen. Ich bin zwar kein Jurist, aber der gesunde Menschenverstand wehrt sich einfach gegen diese Art von Bevormundung. Im Bereich der Handys, Smartphones und Tablets wäre eine solche Regelung undenkbar. Meiner Meinung nach verstößt dieses Gesetz gegen die Prinzipien der freien Marktwirtschaft.

 

 

Auch von der EU ist keine Hilfe zu erwarten

 

Die Kommissionen der Europäischen Union sind ja normalerweise für ihre schon überbordende Regulierungsfreudigkeit bekannt. Doch ausgerechnet hier übt sich die zuständige EU-Kommission in seltener Zurückhaltung. Auch sie sieht keine rechtliche Handhabe gegen den Router-Zwang. Das einzige Zugeständnis an die Verbraucher besteht darin, die Betreiber zu verpflichten, ihre Kunden über eventuelle Einschränkungen für die Verwendung des von ihm zur Verfügung gestellten Routers zu informieren. Zum Glück machen nicht alle Netzanbieter ihren Kunden solche haarsträubenden Vorschriften!