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Der von E-Plus im April 2012 gestellte Antrag auf flexible Nutzung der 1800-MHz-Frequenzen, wurde nun von der Bundesnetzagentur genehmigt. Demnach darf der drittgrößte Mobilfunknetzbetreiber in Deutschland diese Frequenzen unter anderem auch für LTE benutzen. Schon seit Mai vergangenen Jahres darf E-Plus die 900-MHz-Frequenzen flexibel verwenden. Der Mobilfunknetzbetreiber kann beispielsweise mobile Datendienste über HSPA+ und UMTS anbieten. Aktuell ist jedoch nichts darüber bekannt, in welcher Form E-Plus LTE kommerziell vertreiben möchte. Bisher laufen Feldversuche, bei denen der Provider den neuen Mobilfunkstandard in den Frequenzbereichen 1800 MHz, 2100 MHz und 2600 MHz testet.

 

Noch hält sich E-Plus also mit dem Ausbau des eigenen LTE-Netzes zurück und geht damit einen anderen Weg als beispielsweise die Deutsche Telekom oder Vodafone, die derzeit maßgeblich in den LTE-Ausbau investieren. Mit dem neuen Mobilfunkstandard sind theoretisch Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s möglich, die in der Praxis jedoch derzeit noch kaum erreicht werden. E-Plus setzt daher verstärkt auf den Ausbau seiner bestehenden Infrastruktur, um möglichst vielen Anwendern ein mobiles Breitband zur Verfügung zu stellen. Der Mobilfunknetzbetreiber geht diesbezüglich davon aus, dass auch niedrigere Geschwindigkeiten von ein bis zwei Mbit/s dem normalen Smartphone-User ausreichen, um „alle regelmäßig genutzten Smartphone-Anwendungen in vollem Umfang und in hoher Qualität“ zu nutzen. (Angaben und Preise Stand 8.7.2012)