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Der Breitbandausbau in Thüringen schreitet stetig voran; dennoch sind rund 130.000 Haushalte im Freistaat noch ohne Anschluss an das Breitband-Internet. Auch wenn die Ausbauziele bereits übertroffen sind, müssen noch 500 der rund 3.000 Orte in Thüringen an das schnelle Internet angebunden werden. Das bestätigte auch der thüringische Wirtschaftsminister Matthias Machnig (SPD) auf dem am 28. Juni 2012 stattfindenden Breitbandgipfel in Erfurt.

 

Ziel ist es, so Machnig, in Thüringen bis Ende 2012 eine bedarfsgerechte und flächendeckende Versorgung sicherzustellen. „Zwei Megabit sind eine Basisversorgung, die bei Weitem nicht ausreicht“, so der Wirtschaftsminister weiter, der damit die Notwendigkeit des gleichzeitigen Ausbaus der Internet-Brandbreite unterstreicht. Um den Ausbau weiter voranzutreiben müssen Unternehmen, Bund und Gemeinden jedoch gemeinsam an einem Strang ziehen. Vor allem der Breitbandausbau in ländlichen Regionen werde durch das Land weiterhin stark gefördert; verbesserte Förderbedingungen seitens des Freistaates gebe es allerdings nicht, so Machnig weiter.

 

Das Bundesland Thüringen investierte bisher insgesamt 300.000 Euro in den Anschluss von neun Kommunen an das Breitband-Internet. Auch die Deutsche Telekom macht sich in Thüringen für eine größere Bandbreite stark und setzt dabei auf einen Mix aus den Technologien UMTS, LTE und Festnetz. An 114 Standorten wurden im Freistaat bereits Sender für das Funknetz LTE 800 durch die Telekom errichtet. Damit sind 600.000 Einwohner in 500 Gemeinden mit dem neuen Mobilfunkstandard versorgt. Weitere 40 bis 50 Standorte sollen bis Ende 2012 folgen.

 

Die notwendige Zusammenarbeit von Unternehmen, Bund und Gemeinden, um alle Haushalte in Thüringen mit einem Internetanschluss mit mindestens 2 Mbit/s Bandbreite zu versorgen, unterstrich am vergangenen Donnerstag auch Stefan Reindl, Mitglied des Vorstandes der E.ON Thüringer Energie AG, der den Breitbandausbau in den ländlichen Regionen Thüringens als „ein Bürgerprojekt“ bezeichnete.