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Die RWE-Tochtergesellschaft Innogy und der Bonner Konzern Deutsche Telekom AG haben eine Breitband-Partnerschaft vereinbart, mit dem Ziel den Ausbau und Vermarktung des Breitband-Internets zu forcieren. Der Kooperationsvertrag erlaubt der Telekom den Zugriff auf das Breitbandnetz von Innogy und darf dort ihre Internet-Dienste anbieten. Wie Innogy-Vorstand für Netze und Infrastruktur, Hildegard Müller berichtet, umfasst der Vertrag insgesamt rund 60 Ortsnetze im Münsterland, Hunsrück und der Eifel, die mit Glasfaserkabeln versorgt wurden.

Die Deutsche Telekom kann über das Glasfasernetz von Innogy über 55.000 Haushalte ihre Telefonie- und Internetdienste anbieten, erläuterte Niek Jan van Damme, der Vorstandsmitglied bei der Telekom ist. Welche Konditionen für den Zugang zum Breitbandnetz von Innogy vereinbart wurden, darüber gaben die beiden Unternehmen keine Auskunft. Die Kooperation werde nach Ansicht der zwei Konzerne den Breitbandausbau in Deutschland vorantreiben, weil unser Land bei der Breitbandversorgung weltweit eher gemächlich agiert. Der Ausbau des Breitbandnetzes zählt den Angaben nach zur Innogy-Strategie.

Innogy sei mit seinem 356.000 Kilometer umfassenden Leitungsnetz der größte Verteilnetzbetreiber Deutschlands und es würden Investitionen in moderne Netze getätigt. Von 2016 bis 2018 sollen 6,5 Milliarden Euro investiert werden und davon würden 4,0 Milliarden Euro für die Netzinfrastruktur bereitgestellt. Seine Verteilnetze rüstet RWE bzw. Innogy seit dem Jahr 2011 mit Glasfaser auf. Bei der Kabelverlegung würde stets eine zusätzliche Röhre für Glasfaserleitungen installiert. Die Glasfaserkabel sind auf den FTTH-Standard ausgelegt und erreichen bis zu 1 Gigabit Bandbreite im Downstream. Das Breitbandnetz möchte Innogy als eigenen Geschäftsbereich etablieren und soll basierend auf Open Access allen interessierten Internetdienstleistern zur Nutzung angeboten werden. In den nächsten Jahren könnten den beiden Konzernen zufolge bis zu einer Million Einwohner von der Breitband-Kooperation profitieren.

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