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Die Gesellschaft Breitband Ortenau zählt mit der Ortschaft Rheinau-Freistett ein neues Mitglied und muss dafür eine jährliche Mitgliedsgebühr von 5800 Euro zahlen. Neben dem Mitgliedsbeitrag muss bezogen auf die Einwohnerzahl eine einmalige Bareinlage im Umfang von 11.200 Euro geleistet werden. Wie Bürgermeister Michael Welsche erklärte, sei dies eine sehr wirtschaftliche Alternative und würde mit der Beteiligung an der Gesellschaft „Breitband Ortenau“ entsprechendes Know How für Breitband erwerben.

Das Wissen über Fremdfirmen anzueignen sei Welsche zufolge kostenintensiver und mit einem höheren Zeitaufwand verbunden. Seiner Einschätzung folgte das Gremium bis auf zwei Gegenstimmen. Nach Ansicht von Christian Dusch (CDU/FWG) hätte Rheinau in der Breitbandversorgung bereits einiges gemacht, weshalb der Nachholbedarf nicht allzu groß sein dürfte und schlug einen späteren Beitritt vor.

Laut Stadtkämmerer Uwe Beck würde im ersten Jahr nur die Hälfte des Mitgliedsbeitrags berechnet und eine spürbare Beitragssteigerung sei nicht zu erwarten, egal wie viele Kommunen der Gesellschaft „Breitband Ortenau“ in Zukunft beitreten werden. Zum aktuellen Stand sind vier Mitarbeiter dort beschäftigt und sollte sich die Beteiligung auf unter 51 Ortenauer Kommunen belaufen, würden sich die Mindereinnahmen mittels weniger Personal ausgleichen.

Jedoch sei eine Beteiligung der Haushalte an den Anschlusskosten erforderlich und Rheinau würde Beck zufolge von Anfang an profitieren. Das Breitbandnetz muss Rheinau wahrscheinlich in Eigenregie aufbauen, weil der Breitbandausbau im ländlichen Bereich für viele Anbieter ohne Förderung uninteressant sei.