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Da ich mich sehr für das Thema Glasfaserausbau in Europa interessiere, soll es heute einmal um den Ausbau Glasfasernetz in Italien gehen. Konkret um das Tochterunternehmen von Swisscom, Fastweb, das seinem Namen alle Ehre macht. Fastweb ist der zweitgrößte Festnetzbetreiber in Italien und darüber hinaus führend im Angebot IP-basierter Multimediadienste in Italien. Schwerpunkt liegt auf der Breitbandtechnologie, mit der das italienische Telekommunikationsunternehmen Telefon-, Internet- und Fernsehdienste über vollständig auf dem Internet-Protokoll basierende Breitbandnetze anbietet.

 

Fastweb investiert aktuell maßgeblich in die Hybridtechnologie FTTS und will bis zum Jahr 2016 etwa ein Fünftel der italienischen Haushalte mit Highspeed-Internet mit bis zu 400 Mbit/s versorgen. FTTS steht für Fibre to the street, übersetzt in etwa „Glasfaser bis kurz vor die Gebäude“, und ermöglicht Bandbreiten von derzeit bis zu 100 Mbit/s. Zukünftig sollen sogar Geschwindigkeiten von bis zu 400 Mbit/s möglich sein, wie das führende Telekommunikationsunternehmen der Schweiz Swisscom bereits im Juni 2012 im schweizerischen Riggisberg erfolgreich demonstriert hat.

 

Fastweb will bis Ende 2013 etwa 130 Millionen Euro für den Ausbau von FTTS aufwenden und setzt dabei auf die Kombination aus Glasfaser und Kupferkabel. Bis 2016 sollen weitere 270 Millionen Euro mobilisiert werden – eine Menge Geld, das jedoch bereits vom Verwaltungsrat von Swisscom bewilligt wurde. Ziel ist es, den Glasfaserausbau in Italien soweit voranzutreiben, dass bis Ende 2016 circa 20 Prozent der Haushalte in Italien mit einem Breitband-Internetzugang via FTTS versorgt sind. (Preise und Angaben Stand 1.10.2012)