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Nach Berichten des Magazins Capital geht LTE-Smartphones all zu oft und viel zu schnell der Strom aus. Die meisten LTE-fähigen Handys verfügen demzufolge gerade einmal über eine Akkulaufzeit von einem halben Tag. Die Ursache liegt vor allem in der Nichtexistenz eines einheitlichen Übertragungsstandard für Telefongespräche. Daher müssen LTE-fähige Smartphones ständig und parallel in mehrere Netze funken, was die Akkus entsprechend belastet.

 

Eine zweite Ursache für die geringen Akkulaufzeiten liegt in den aufwendigen Apps. Viele Apps, so der Service-Vorstand von Nokia Siemens Networks Bosco Novak, seien schlecht programmiert und belasten die Akkus unnötig stark. Das Problem sei allerdings nicht herstellerspezifisch, so Novak, und betreffe alle Hersteller von Smarthphones.

 

Mit einem verbindlichen Übertragungsstandard für Telefongespräche rechne man Expertenmeinungen zufolge frühestens gegen Ende 2013; vermutlich sogar erst im Jahr 2015. Daher muss man mittelfristig auch weiterhin davon ausgehen, dass die Akkus von LTE-Smartphones stark belastet werden.

 

Dennoch birgt die LTE-Technologie enorme Vorteile für LTE-Smartphone-Nutzer. Generell sind mit LTE deutlich höhere Datenraten möglich – letztendlich auch bei einem geringeren Energieverbrauch der Endgeräte. Voraussetzung ist jedoch ein einheitlicher Übertragungsstandard für Telefongespräche. Hier liegt die Herausforderung für die gesamte Telekommunikationsbranche, wie Joseph Zeto vom US-Netztest-Technik-Anbieter Ixia betont. Hinzu kommt jedoch, so Zeto weiter gegenüber Capital, dass auch alle Hersteller mitziehen: und zwar sowohl Infrastrukturprovider als auch Endgerätehersteller.